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Austernpilz

Eigenschaften, Erkennungsmerkmale, Besonderheiten, (Gattungen):

Geruch:

Würzig, pilzig, porlingsartig.

Geschmack:

Mild, roh blutzersetzend (enthält Hämolysine).

Hut:

2-15 (20) cm Ø, silbergrau, muschelförmig, glatt, kahl, Rand anfangs eingerollt.

Fleisch:

Weiß, 

Stiel:

Kurz und dick, seitenstielig, fast am Hut sitzend, Basis filzig, korkig, zäh. Bei verschiedenen Zuchtformen oder Varietäten kann entweder der Stiel fast vollkommen fehlen oder sogar besonders lang ausgebildet sein. Diese Formen kommen durchaus auch in natürlichen Laubwäldern an Laubbäumen wie Buchen vor.

Lamellen:

Weißlich, später gelblich, herablaufend, Schneiden wellig leicht gekerbt, Lamellen laufen nicht bis zur Stielbasis 

Sporenpulverfarbe:

Weiß bis hell-lilagrau (8-10,5 x 3-3,5 μm, glatt, zylindrisch bis etwas nierenförmig).

Vorkommen:

An abgestorbenen oder noch lebenden Laubbäumen, wie Buchen, Eichen…, sehr selten an Nadelholz, Herbst bis Frühjahr - Winterpilz. Nach dem ersten kalten Tagen erscheinend. Ab Mitte November häufig anzutreffen. Sie können bis zu 10 Meter seitlich Empore wachsen. Gern in Gesellschaft mit dem Gelbstieligen Muschelseitling

Gattung:

Seitlinge.

Verwechslungsgefahr:

Taubenblauer Seitling (eine Varietät = Zuchtform), Gelbstieliger Muschelseitling, Rillstieligen Seitling, Ohrförmigen Seitling, Lungenseitling.

Besonderheit:

Die angebotenen Austernseitlinge in den Geschäften sind Kulturpilze die einen Kälteschock nicht benötigen. Diese schmecken irgendwie nicht so gut und werden schnell muffig riechend. Sie haben auch andere Farben, meist hellere Hüte.

Vitalpilz (Heilpilz):

Gilt auch als Vitalpilz (Heilpilz) in der Naturheilkunde oder in der Traditionellen Chinesischen und Japanischen Medizin für:

Positiv: Allgemein das Immunsystem stärkend, antioxidativ, enthält viele Vitamine (vor allem Vitamine B und D) und soll krebshemmend, blutdruck-, blutzucker- und cholesterinsenkend sein. Sie unterstützt die zelluläre Abwehr und kann bei Tumorerkrankungen seine weitere Ausbreitung (Metastasen) hemmen. Unterstützt die Vermehrung gutartiger Bakterien im Darmbereich. Besonders empfehlenswert nach einer Antibiotikatherapie und zum Wiederaufbau dieser positiven Keime. Wirkt entspannend auf Gelenke und Muskeln und stärkt die Venen sowie Arterien. Präventive Wirkung auf Osteoporose und wirkt allgemein Knochenstärkend. Lindert Schmerzen beim Hexenschuss und beschleunigt seine Regeneration. Negativ: Außerdem enthält er das sogenannte PLEUROTOLYSIN, das Ähnlichkeit mit Inhaltsstoffen von Bienengift aufweist und zur schleichenden Zerstörung der roten Blutkörperchen durch sogenannte Hämolysine führen kann. Dieses Gift wird aber durch Hitze zerstört. Deshalb immer gut garen!

Kommentar:

Der Stiel und die Huthaut der Austernseitlinge sind sehr zäh. Im Mischgericht deshalb fein schneiden und lang kochen!  Stielansatz lieber weglassen, ist faserig-zäh.